Was brauche ich jetzt?
Warum gerade der Sommer nach mehr Yin verlangt.
schlechten Schlaf, schweren Beinen, einem vollen Kalender und dem
Gefühl, ständig unterwegs zu sein. Der Sommer ist eine Zeit voller Leben. Wir verbringen mehr Zeit draußen, treffen Menschen, sind aktiv und genießen die langen Tage.
Yin Yoga kann eine Möglichkeit sein, diesem Bedürfnis nachzuspüren.
Wir bleiben mehrere Minuten in einer Position, begleitet von einem ruhigen Atem. Der Körper darf nach und nach loslassen. Und oft wird dabei etwas sichtbar, das im Alltag kaum auffällt.
Nach einer Yin-Stunde sagte einmal eine Teilnehmerin zu mir: „Es war faszinierend zu merken, an welchen Stellen ich die ganze Zeit Spannung gehalten habe, obwohl es gar nicht nötig war.“ Dieser Satz ist mir geblieben.
Wir halten oft viel mehr fest, als uns bewusst ist.
Nicht nur im Körper, sondern auch im Alltag. Termine, Gedanken, Erwartungen, Anspannung. Erst wenn es still wird, fällt uns auf, wie viel Kraft dieses unbewusste Halten kostet.
Yin Yoga kann zu Beginn richtig laut werden. Plötzlich sind da Gedanken, Unruhe oder der Impuls, sofort
wieder etwas zu tun. Manchmal ist die schwierigste Haltung im Yin Yoga nicht die Position, sondern das Dableiben. Genau darin liegt aber auch die Praxis: wahrzunehmen, statt sofort zu reagieren. Sich selbst
zuzuhören. Die eigenen Grenzen kennenzulernen. Und vielleicht ein kleines Stück früher zu merken, was man gerade wirklich braucht.
Nicht mehr Yin. Nicht mehr Yang. Sondern die Fähigkeit, beides wahrzunehmen und die eigene Mitte immer wieder neu zu finden. Durch fließende Vinyasa-Praxis und ruhige Yin-Einheiten schaffen wir Raum für Stabilität, Fokus und Loslassen – passend zum Herbst, der uns einlädt, Ballast abzugeben und uns auf das Wesentliche auszurichten.
Ich freue mich besonders auf das Yin-Yoga-Special zum Metall -Element mit Impulsen aus der TCM und meiner Shiatsu-Ausbildung. Dabei beschäftigen wir uns mit den Qualitäten von Lungen- und Dickdarmmeridian – dem Loslassen, der Klarheit und der Ausrichtung auf das Wesentliche.
Ich wünsche dir noch einen wunderbaren Sommer und freue mich, wenn wir uns bald auf der Matte sehen, Verena
P.S.: Mein Tipp für leichte Beine und einen guten Schlaf:
Wenn sich der Körper schwer anfühlt und der Kopf voll ist, hilft mir oft eine ganz einfache Haltung, um zur Ruhe zu kommen: Viparita Karani – Beine hoch. Gegen eine Wand oder mit einem Polster unter dem Kreuzbein.
Ein paar Minuten reichen und alles fühlt sich etwas leichter an.
(gepostet von Katrin)